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Sonntag, 6. Oktober 2013

Mappers Blog: Field notes of Urs Steiner


fig.1. La Givrine 2011. Base Map (1m contours, index contours, vegetation and some details from the aerial image (wall, track)). Field note (naturalistic but blue for 406 and green for 408, no eraser but pencil for the "final line", cross for stones,..). Steiner mapped this map for the WOC 2012 Middle Distance Final. Before the WOC the map was revisioned (fig.2.).
fig.2. Differences between the maps Givrine 2011 and WOC 2012.
The last revision had three main issues: the threshold for undergrowth (407/409) was raised. Some clearances where added or altered (near control points). Top and bottom-features (112 small knoll, 115 small depression) where replaced by equivalent contour-line features.

Dienstag, 18. Dezember 2012

iof.tv (2-Minuten Startintervalle auf der Langdistanz)

15.4. Start intervals
The starting interval of the middle distance final will be 1.30 minutes. The starting
interval of the long distance final will be 2 minutes. This deviation from the rules has
been approved by the IOF.
Bulletin2 WOC 2013

Zwei Weltmeisterschaften nach dessen Abschaffung, wird so das Zwei-Minuten Startintervall auf der Langdistanz wieder eingeführt. Das Zwei Minuten Startintervall wurde an der WOC 97 erstmals eingeführt.

Podien Langdistanz Männer 
Ich schaue aus diesem Anlass noch einmal zurück auf die Podien der Langdistanz der Männer seit dem Beginn der Ära SI/Rengly/EMIT (ausser 1997). Ich erlaube mir dabei eine Wertung des Resultates aus der Perspektive des Verfälschungsgrades.
  • ..WOC 1995: Intervall 3 Minuten: 1.Mårtensson und  3.Jörgensen (30min. H-Pack), 2.Salmi mit Alekseev (60min H-Pack)
  • ..WOC 1997: Intervall 2 Minuten: 1. Thoresen mit 2.Mårtenson und 4.Jörgensen. 3.Björlö mit 5.Prokes und 11.Nymalm
  • ..WOC 1999: Intervall 3 Minuten. 1.Valstad und 3.Berger (60min. H-Pack), 2.Björseth und 14.Davidik (47min. E-Pack).
  • ..WOC 2001: Intervall 2 Minuten: 1.Rostrup, 2.Lakanen, 3.Björseth  
  • ..WOC 2003: Intervall 2 Minuten: 1.Bührer, 2. Omeltschenko und 5. Mamleev (83min. E-Pack), 3. Wingsted
  • ..WOC 2004: Intervall 2 Minuten: 1.Valstad, 2. Karlsson, 3. Hott Johansen
  • ..WOC 2005: Intervall 2 Minuten: 1. Khramov mit 3.Lauenstein (57min. E-Pack), 3. Hott Johansen
  • ..WOC 2006: Intervall 2 Minuten: 1. Lakanen mit 6.Gonon (66min H-Pack), 2.Lauenstein, 3.Khramov mit 15.Losman (65min. H-Pack)
  • ..WOC 2007: Intervall 2 Minuten: 1.Merz, 2.Khramov, 3.Nordberg mit 20.Kovacs (30min. H-Pack )
  • ..WOC 2008: Intervall 2 Minuten: 1.Hubmann, 2. Nordberg, 3. Gonon
  • ..WOC 2009: Intervall 2 Minuten: 1.Hubmann mit 3.Mamleev (55min. H-Pack), 2.Gueorgiou mit 9.Gristwood (40min. H-Pack)
  • ..WOC 2010: Intervall 2 Minuten: 1.Lundanes, 2.Nordberg mit 6.Fraser (60min. H-Pack), 3. Gueorgiou
  • ..WOC 2011: Intervall 3 Minuten: 1.Gueorgiou mit 3.Gonon (70min. E-Pack), 2.Ikonen mit 7.Lauenstein (E-Pack)
  • ..WOC 2012: Intervall 3 Minuten: 1.Lundanes, 2.Merz, 3.Bertuks
Auch mit 2 Minuten Startintervallen hat es  gute (hier: unverfälschte) Podien gegeben (01, 04, 07, 08) und auch mit 3 Minuten gab es verfälschte (99, 11). Das Start-Intervall ist also nur ein Faktor in der ganzen Anlage von Trennmechanismen und diesbezüglich hat sich seitens der IOF seit der Einführung des Schmetterlings zur WOC 2001 nichts weltbewegendes getan (siehe lange Gruppenzeiten).






Montag, 12. November 2012

Wink mit der Kamera

Abb.1. Sarah Rollins im Zieleinlauf vom besagten WM Final Mitteldistanz Trondheim 2010 (Bild: Jan Kocbach, worldofo.com)
In the last 3 years I would suggest that something has changed. France were brave enough to do their own thing and stick to their plan to place WOC in some amazing technical terrain but my personal feeling is that Norway and Switzerland have both massively compromised the terrain for political and media reasons. In Norway  the long, middle and relay  all ran around terrain that finished at a ski jump. This massively compromised the terrain that could be used for each race and in particular, the middle race, which is supposed to be the most technical of all three disciplines, was seriously disappointing. I ran this race and I recall thinking - "Oh, look. There is number 1 - just across this open area where the cameraman is pointing his camera". Similarly number 2 ... and number 5 ... and so on.
Sarah Rollins, CompassSport V33 4/12 p.19



Abb.2 Auschnitt Karte WM Final Mitteldistanz Trondheim 2010 (Ganze Karte bei worldofo.com)

Sonntag, 19. August 2012

Langes Vorladen mit Matthias Merz

Matthias Merz Beschreibung seines WM Laufes über die Langdistanz 2012 ist aus der Perspektive von Timing und Flow des Kartelesens interessant.

Schlüsselszenen

Merz beschreibt in erster Linie die Entstehung seiner Fehler und Zeitverluste und alle hängen gewisserweise mit dem prospektiven Lesen zusammen.

In der Anfangsphase verliert er einmal ganz (Posten 1) und einmal fast den Bodenkontakt (Posten 6), weil er vorlädt (Overreading; s.a. hier und hier). Der Zeitverlust beim ersten Fehler beträgt insgesamt wohl 55 sekunden, nimmt man die Unsicherheit zum 2 Posten als Folgefehler (gestörte Vorbereitung) dazu. Der zweite Fehler ist dagegen mit 13 Sekunden relativ klein.

Dann im Mittelteil folgt eine kleine Fehlerkaskade:
Beim kurzen Verschieber zu Posten 11 kam ich etwas weit rechts, sah dann aber die Kamera. Dort entschied ich mich kurzerhand, die vorbereitete Route links über den Weg nicht zu laufen und stattdessen alles quer zu gehen. Ein schlechter Entscheid. Ich setzte die Route nicht optimal um und verlor wertvolle Sekunden. Dazu kam, dass ich die Teilstrecke zu 14 nicht vorbereiten konnte und deshalb zu 13 schon Zeit investieren musste. Auch zu 14 änderte ich meine Meinung. Schon viel früher im Wettkampf hatte ich diese Teilstrecke kurz angeschaut und mich für den Weg östlich des Striches entschieden. Beim Posten hatte ich dann aber nicht den Mut dazu und wollte näher an der direkten Linie bleiben. Schlecht umgesetzt wurde der Weg dann doch etwas länger.
Hier sammeln sich die Zeitverluste. Posten 11: 8s, 12: 20s, 13: 20s, 14: 53s. (Gemäss Analyse der GPS Daten durch Jan Kocbach aka worldofo.com). Schön zu sehen, wie Merz nach einem an sich unnötigen Abreisser bei Posten 11 in einen Rückstand gerät, der sich bis zum 14 Posten negativ auswirkt.

Ebenfalls wird schön lesbar, dass Merz sehr weit vorausliest, Routen erwägt und wiedererwägt und dass er auch seine Meinung ändert.

Kleiner Exkurs

In einer Untersuchung mit AMRD, die ich letztes Jahr mit dem Schweizer Nationalkader gemacht habe, hat sich  das aus Merz Lesestil resultierende Kartenlese-Muster aufgezeichnet. Es ist geprägt, durch die langen Kartenkontakte des Vorladens (hier rot).

Abb.1. Ausschnitt Testlauf Lang WOC 11, Kartenkontakte Matthias Merz (grün=kurz, rot=10 S und länger). Es ist schön zu sehen, wie Matthias, sobald er den Weg am unteren Kartenrand erreicht hat, intensiv vorlädt.

Vergleicht man ihn mit z.B. 'Sprinter' Daniel Hubmann (Abb.2.), der dagegen ausgesprochen wenig/kurz liesst, so kommen grosse Unterschiede zutage. Anlässlich des  erwähnten WOC11-Testlaufs oberhalb Annecy kommen so auf eine Laufzeit von etwas über 95 Minuten 59 Minuten Karte lesen für Merz und nur 27 für Hubmann zusammen. Dabei machen allein die unterschiedlichen Anteile der Kartenkontakte über zehn Sekunden Dauer den Unterschied (Hubmann total 5.5 Minuten, Merz total 39 Minuten). Die Charakteristik bezüglich den kurzen Kontakten ist für beide Athleten sehr ähnlich.


,
Abb.2. Ausschnitt Testlauf Lang WOC 11, Kartenkontakte Daniel Hubmann (grün=kurz, rot=10 S und länger)

Man sieht, dass Merz praktisch jede Gelegenheit zum ungestörten Kartenkontakt wahrnimmt, während Hubmanns Lesestil geradezu minimalistisch erscheint. Matthias ist dabei bekanntlich nicht langsamer.

Vorladen als Fehlerquelle

Aus den Situationen, die Matthias beschreibt, können wir ein paar Weisheiten ziehen:
  • Ein Vorladen 'soweit wie möglich' birgt die Gefahr des overreading. Lösungsansätze sind:
    • Eine klare Ausstiegsbedingung zu Beginn des Vorladens (z.B. bis kurz vor der Kreuzung)
    • Stückweises Vorrauslesen das immer wieder durch einen 'Bodenkontakt' unterbrochen wird
    • Eine Begrenzung des Vorladeraums (z.B. auf drei Posten).
  • Besonders das allzuweite vorladen in der frühen Rennphase ist kritisch zu sehen. Läuft man doch dabei Gefahr Routenwahlen zu fällen, welche der späteren Situation (z.B. nach einer Adaptation an Karte und Gelände) nicht entsprechen.
  • Dagegen sollen Routenwahlentscheide zeitnah zur Umsetzung gefällt und i.R. nicht mehr umgelegt werden.
oder um es mit Marc Lauenstein zu sagen:
Je weniger ich vorrauslese, desto weniger Fehler mache ich.
Marc Lauenstein (mündl.)

Freitag, 20. Juli 2012

Weltkarte des Orientierungslaufes (WOC 2012) V1.2

Die letzte Version...
Optisches Ranking:
  1. Schweiz
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  18. Ukraine
  19. Belgien, Italien, Deutschland, Spanien, Rumänien, Kroatien, Australien
  20. Weissrussland, China, Kanada
  21. Irland
  22. Portugal , U.S.A., Slovakei, Südafrika, Japan
  23. Honkong, Brasilien, Türkei, Taiwan, Südkorea, Niederlanden, Slowenien, Griechenland
  24. Serbien, Mazedonien, Moldawien
  25. Liechtenstein, Kirgisistan, Kenya, Nordkorea, Argentinien

Packfigures WOC 12 Langdistanz



Packfigures yu WOC 2012 Landistanz der Herren wie der Damen (Klicke auf das Bild oder diesen Link)  

Grundaussagen Herren
  1. Das Podium der Herren kam sehr fair zustande Lundanes wie Merz haben nur mit einem Konkurrenten Kontakt (Jan Sedivy) beide über eine Abfolge kurzer Posten. Der drittplatzierte Edgars Bertuks läuft dazu ein astreines Solo.
  2. Dahinter gibt es zwei Gruppen mit leichten Vorteilen für den stärkeren Läufer  (Adamski, Holmberg) und grossen Vorteilen für den (zumindest anfänglich) schwächeren Läufer (Tsvetkov, Lassen, H-Groups), die auch länger Bestand hatten.
  3. Im Rest des Feldes nur  noch drei Gruppen, die über eine Viertelstunde bestand hatten (Portin-Fraser, Beliunas-Pawlak, Djurhus-Aleliunas)
  4. 3 Minuten Startintervall, keine Trennmethode, Teils lange Routenwahlen, teils Postenpflück.
Grundaussagen Damen
  1. Stärkere Cluster-Bildung als bei den Herren, möglicherweise auch bahnbedingt (siehe pkt.3). 6 der Top 11 Läuferinnen sind rund die Hälfte des Rennens in Gesellschaft (u.a. die Vierergruppe Bilstam-Hausken-Brodmann-Fasting). Allerdings profitieren nur die Schwächeren der Gruppen, während die designierten Leaderinnen allesamt an Fahrt einbüssen (keine Gewinne für die Top8).
  2. Im hinteren Teil des Feldes bildeten sich auffällig weniger Dauergruppen.
  3. 3 Minuten Startintervall, keine Trennmethode, anflänglich lange Routenwahlen, in der zweiten Hälfte kürzere Posten.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Lundanes macht den Weg frei für ein faires Rennen

Resten av løpet handlet for min del bare om å ikke forstyrre Novikov. Jeg løp andre veivalg, slik at han ikke skulle bli påvirket av meg, og få ødelagt sitt løp på grunn av meg.
Olav Lundanes, über seinen Lauf an der WM 2012 über die Mitteldistanz. Nachdem er von Valentin Novikov eingeholt wurde, habe er versucht andere Routen zu laufen, damit Novikovs Rennen möglichst unbeeinflusst bleibe. Damit hat er einerseits Novikov, andererseits dem Sieger Edgars Bertuks einen herausragend sportlichen Gefallen getan.

o-zeugs over and out (late wc china finding)

Yes. Let the o-zeugs blog rest in peace. I´ll take it down eventually. And yes, I stumbled over the decisions of the Ethics Panel regarding ...