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Sonntag, 22. April 2012

Ensam i skogen? - Inte alls! (Anzahl der Einflüsse am Posten in Abhängikeit der Postenfrequenz)

Ich habe Packfigures etwas umgeschrieben
  1. Als Eingabedaten fungieren neu Resultate im .xml Format nach IOF Standard (=exportiert aus Winsplits Pro)
  2. Die Analysen werden kategorienübergreifend durchgeführt. 
Der erste Punkt hat die Konsequenz, dass ich ab sofort alle in Winsplits publizierten Wettkämpfe auswerten kann. Der zweite Punkt bedeutet, dass neu auch Einflüsse zwischen Läufern unterschiedlicher Kategorien analysiert werden.

Zu letzterem ein Beispiel vom Haningeträffen Lång 2012 vom 21. April 2012
Abb.1. Screenshot Packfigures0.7xml H35 Haningeträffen 2012 Lång 21.4.2012 (bei Click Link zur Packfigures Seite)

Damit habe ich neu alle Annäherungen im Postenraum erfasst (Stempel innerhalb + und -15s). In meinem Fall war beim Posten 1 nicht nur Peter Andersson, sondern auch der H40 Läufer Torbjörn Olsson dabei usw. Die Resultate stimmen recht gut, würde ich sagen.
Interessant, nicht? Ein Grossteil aller postennahen Einflüsse eines OL-Wettkampfes auf einer einzigen Webseite...

Gehen wir noch einen Schritt weiter:  Ich analysiere für jeden einzelnen Posten
  1. Wie oft wurde der Posten angelaufen (effektive Postenfrequenz)
  2. Wie oft stempelt dabei ein anderer Läufer in den 15 Sekunden davor (ein Ereignis, dass ich 'Show' nenne; Der Vorläufer zeigt dem Läufer den Posten).
  3. Das Verhältnis der beiden Werte nenne ich 'Show-Ratio'.
 [Zeigen durch mehrere Läufer wird mehrfach gezählt. Das Startfenster beträgt gut 2h, mit einem Schwerpunkt auf der ersten Stunde, 2 Min. Startintervalle in den Kategorien, z.B. H35 ist innerhalb 6 Minuten gestartet]
Mit zunehmender Postenfrequenz zeigt sich auch eine Zunahme der Show-Ratio.  Insgesamt kommen so auf 5341 Stempel 2134 Shows. Wie es aussieht, ist die Show-Ratio nicht nur von der Postenfrequenz abhängig. Wovon sonst?
  • Kategorien, die den Posten anlaufen?
  • Effektives Nutzungsfenster des Postens?
  • Schwierigkeitsgrad des Postens?
  • Verteilung der Startzeiten sowie Startintervalle?
Später vielleicht mehr dazu.

Nachtrag 1:

Abb.2. Die Zahl der Startenden wurde über gut 80 Minuten konstant gehalten. Im letzten Drittel des Startblockes flacht die Kurve ab.

Montag, 5. März 2012

Der Buechberg SZ ist grüner geworden.


Nachtrag 8.3.2012: Ganze Karten verlinkt

 Ein kleiner Essay zur Verwendung von OL Karten zur forsthistorischen Forschung.

1982
Vermutlich 1982 nahm ich am Galgener OL auf dem Buechberg Teil. Mein Vater übernahm die Anmeldung.

Abzeichnen musste ich aber selber (während der Laufzeit?).
Link Ganze Karte Buechberg 15K 1982
Und dem entsprechend war dann auch das Resultat. :-P

Ich erinnere mich nicht mehr an den Wettkampf. Knapp dreissig Jahre später bin ich letzten Frühling wieder am Galgener OL gelaufen...

2012 resp. 2007
In diesem Projekt möchte ich dem subjektiven Eindruck, die Wälder im Schweizer Mitteland werden immer grüner am Beispiel des Buechberg zwichen Nuolen und Tuggen SZ nachgehen. Die OL Gruppe Galgenen hat mir für diesen Zweck die aktuelle Karte (Stand 2007) zur Verfügung gestellt.

Vorgehen
Ich digitalisiere die Behinderungstufen der Karte 1982 in OCAD und bringe so die Flächen der Behinderungsstufen in eine vergleichbare Form. Damit stellt sich auch gleich die Frage, ob sich die Kartensignaturen von damals und heute 1:1 vergleichen lassen.


Natürlich nicht. Die Beurteilung von Behinderung passt sich einem veränderten Normal-Wert an, trotzdem gibt auch gewisse Konstanten, was als leichte und was als starke Behinderung wahrgenomen wird. Die grösste Veränderung zu 1982 ist, dass wir heute die dritte Stufe in der Schweiz nicht mehr als 'durchkämpfbar' klassieren. [Siehe dazu meinen Artikel zu Jungling].

Dann sind da die neuen Signaturen der Laufbehinderung durch Bodenbewuchs. 1982 gab es eine Signatur für Kahlschlag und diese wurde kombiniert mit einer Behinderungsstufe.
Dies ist Indiz dafür, dass mit den damaligen drei Stufen auch die reine Laufbehinderung berücksichtigt wurde. Zum Vergleich der beiden Karten wurden die jeweiligen Laufbehinderungs-Signaturen den entsprechenden allgemeinen Grünsignaturen zugeschlagen.

Resultate

-> Insgesamt keine massive Zunahme (3% zusätzlich grün kartierte Fläche)
-> Rückgang der Behinderungsstufe 1 trotz zusätzlicher Signatur.
-> Zunahme der Behinderungstufen 2 & 3 um 7%.

Karte
Link Ganze Karte Buechberg 10K Gründynamik 1982-2007

Schluss
Der Buechberg ist nicht quantitativ, sondern v.a. qualitativ grüner geworden (Zunahme von Stufe 2). Eine Faktoren dabei könnten sein:
  1. Das Aufkommen der Brombere im Schweizer Mitteland (Stickstoffeintrag durch Luftverschmutzung (hier: >40kg/ha/a; Tierhaltung insb. Güllen 60-90%, Verbrennungsabgase 40%-10%; Brombeere gleich Störungszeiger ->Windwurf -> Lothar)
  2. Milde Winter
  3. Veränderte Waldnutzung (Verschiebung der Waldökonomie -> naturnahe Verjüngung -> Verzicht auf das Sensen von Kahlschlägen -> Verzicht auf Asträumung -> vermehrt kleinere Kahlschläge, Reduktion des Holzvorrates im Mitteland -> Mehr Licht in der Krautschicht
  4. Evtl. auch Neophyten (armenische Brombere)

Montag, 2. Mai 2011

Combacks an der 10Mila 1995-2011 (ohne 2002)




Abb.1.: Maximaler Rückstand des Siegers am Tiomila 1995-2011 (ohne 2002) nach der jeweiligen Strecke (Quelle: 10mila.se; HSK = Halden SK, Baek = Baekkelagets SK)

In den untersuchten 16 Austragungen der schwedischen 10-er-OL-Staffel 10mila kam es zu drei 'Comebacks' von mehr als 15 Minuten durch die spätere Sieger-Staffel: 1999: Halden SK, 2000: Halden SK, 2001: Baekkelagets SK

In der Regel aber liegt das spätere Sieger-Team nie mehr als 5 Minuten zurück.

Zu Oysteins Kristiansens Rush auf der Langen Nacht 2000 ein Artikel auf OPN.no

Dienstag, 24. August 2010

Dänische OL Forschung

Studies of the proportion of path running in an orienteering course have been carried in Denmark in a number of events in working forests with networks of tracks and paths (Andersen, et al. 1986). They concluded that, on average, 50% of the distance covered by the 12 competitors in an event is on forest roads, tracks or paths, and 50% is off-track, with less than 0.5% being through very dense forest. The 50% off-track figure will likely be reduced by having a proportion along unmapped animal trails, where present.

Das ist ein Auszug aus dem Paper IOF-ENV-007 Orienteering - a nature sport with low ecological impact (S.11/12)

Nach einer Woche OL in dänischen Küstenwäldern bin ich der Ansicht, die Studie müsste sehr kritisch auf ihre Verallgemeinbarkeit überprüft werden.

Abb.1. Ausschnitt Nyminde Plantage N


Abb.2. Ausschnitt Kaeg°ard Plantage N

Abb.3. Ausschnitt Gödelbjerg

Abb.4. Ausschnitt Bl°abjerg

Zumindest in dieser Region sind die Dickichte absolut nicht belaufbar :-P. Leider ist die zitierte Studie nicht greifbar.

Mittwoch, 28. April 2010

Läuferdichte 2.Nat.OL 2010 Chomberg

Eine kleine Fingerübung: Die Läuferdichten nach Routegadget dargestellt als Photoshop 3D-Landschaft. Grün = bis 30 Läufer, Gelb = bis 180 Läufer, Magenta = um 360 Läufer, Rot = um 1400 Läufer.

Dienstag, 20. April 2010

Packfigures und GPS

Packfigures basiert auf den Zwischenzeiten-Daten eines Wettkampfes. Daraus wird abgeleitet, wer mit wem bei einem Posten war, wer mit wem über mehrere Posten zusammen war und wer in den gemeinsamen Phasen wieviel schneller/langsamer unterwegs war als allein. An gewissen internationalen Wettkämpfen werden alle Teilnehmer mit GPS Geräten ausgerüstet, was nähere Aufschlüsse zum Geschehen zwischen den Posten bringt. In dieser Untersuchung werden die Aussagen basierend auf den Datengrundlagen Zwischenzeiten und GPS-Daten verglichen.

Methoden
Auswertung der Zwischenzeiten Packfigures
Beim Vergleich der Zwischenzeiten wird analysiert, ob Läufer innerhalb eines sog. Kontaktraumes von +/-15 Sekunden zueinander einen Posten stempeln. Tun sie dies, wird dies als gemeinsames Anlaufen eines Postens gewertet (CP = Controlpack). Laufen sie in der folge mindestens den nächten Posten gemeinsam an, wird angenommen, dass sie den ganzen Posten zusammen absolviert haben (LP = Legpack). Schliesslich werden die Lauftempi alleine und innerhalb einer Gruppe berechnet um einen Anhaltpunkt zum Nutzen der jeweiligen Gruppe zu erhalten.
Es ist anzunehmen, dass der Kontaktraum beim Posten die Realität annähernd abbildet, m.a.W. dass zwei Läufer, die innerhalb von 15 Sekunden stempeln, sich in der Regel auch gesehen haben. Geschenisse zwischen den Posten sind dagegen nur unscharf abgebildet. Zwar wird bei der Auswertung auf die Interpretation von CP verzichtet, Laufen zwei Läufer unterschiedliche Routen und treffen erst beim Posten wieder zusammen oder laufen zwei Läufer über weite Strecken zusammen und verlieren sich erst kurz vor dem Posten, so werden diese Abschnitte fälschlich interpretiert.

GPS Daten
Bei Vergleich der GPS Daten werden diese ebenfalls mit einem Kontaktraum versehen (20m seitlich, +/-7.5 Sekunden in Laufrichtung) und dann die Kontakträume aller Läufer miteinander verschnitten. Auftreten und Charakter der Schnittvolumina erlauben Aussagen über den Verlauf der Gruppe.
Hier sind Unterschiede zwischen angenommenem und effektivem Kontaktraum, sowie die Genauigkeiten der GPS Signale sensibel. Die Aussagen sind qualitativer als bei Packfigures, haben dafür aber keine quantitative Komponente.

NOC 2009 Middle W21
Beide Methoden und deren Unterschiede werden anhand des Finals über die Mitteldistanz der Frauen an den Nordischen Meisterschaften 2009 in Salo (SF) bzw. der Siegerin Helena Jansson veranschaulicht.
Die Bahn W21 (Quelle:www.simoneniggli.ch)

Laut der Analyse der Zwischenzeiten, hat Jansson Posten 4 im Kontakt mit der 1 Minute vor ihr gestareten Dänin Signe Söes angelaufen, Posten 10 im Kontakt mit der Norwegerin Anne Margrethe Hausken und der Schwedin Annika Bilstam. Ab Posten 11 war sie mit der Tschechin Dana Brozkova unterwegs bis nach Posten 15, bevor sie kurz vor Schluss noch auf die Finnin Marja Rantanen aufgelaufen ist.

Die Route von Helena Jansson aus der Nudelperspektive. Das kleine Bild rechts zeigt die Nudel von der Seite.

Die Analyse der GPS Daten zeigt, dass Jansson unterwegs zu Posten 2 schon einen losen Kontakt zu der vor ihr gestarteten Söes hatte, bevor sie beim 3 definitiv zu ihr aufschliesst. Söes und Jansson laufen eigenständig zu 4, den sie zusammen stempeln. Jansson läuft zuerst den rechten Flügel zum zweiten Zentralposten (7). Dort trifft sie auf Hausken, welche direkt vom ersten Zentralposten kommt. Den linken Flügel laufen sie bis auf kleine Aussetzer im Postenraum in stetem Kontakt, aber eigenständig. Erst den ersten Zentralposten (10) laufen sie gemeinsam an. Auf dem linken Flügel gibt es weitere kurze Kontakte mit Soes und Bilstam (liefen beide zuerst direkt durch das phi). Zum Ende des phi-Loops kommt sie in Kontakt mit Brozkova, zu welcher sie bis zu 15 aufläuft und hinter sich lässt. Zwischen 17 und 18 sieht Jansson Rantanen vor sich, kann aber nicht aufschliessen. Zwischen 18 und 19 kreuzt sie Hausken, Söes und Bilstam, die unterwegs zu 17 sind. Die letzten beiden Posten sieht sie Rantanen vor sich.

Schluss
Es zeigt sich, dass die Packfigures trotz den gewählten Vereinfachungen den Charakter des Rennens gut wiedergibt. Zusätzliche kurze Kontakte zwischen den Posten treten zwar auf, aber scheinen sie aufgrund der Auftrennung vor dem Posten nicht erfolgführend gewesen zu sein. Wen zum Beispiel Jansson vor Posten 9 den Kontakt zu Hausken verliert, oder vor 18 den Kontakt zu Rantanen, so kann man von einer eigenständig erbrachten Navigationsleistung ausgehen. Auch stimmig sind die als LP gewerten Posten jeweils im steten Kontakt zueinander absolviert worden.

Freitag, 16. April 2010

H 35- am 2.Nationalen 2010

Die Meisten und die Schnellsten
Die auf Routegadget zum 2.Nationalen 2010 vom 28.März in Brütten eingezeichneten Routen geben Anlass zu einer kleinen Analyse. Dank den Routen kann man sehen, welche Routen die schnellsten Läufer auf den jeweiligen Abschnitten gewählt haben und es lassen sich aufgrund der Routen Dichtekarten rechnen (ein .php-Skript von Jarkko Ryyppö), welche zeigen, welche Routen die Mehrheit der H 35- gewählt haben.

Vergleich
Vergleicht man beides, so könnte dies zum Beispiel so aussehen:


Technische Details
Die Dichtekarten werden aufgrund der gezeichneten Routen berechnet. Dabei erhält jede gezeichnete Route eine Gewichtung: Die Gesamtheit der gezeichneten Routen repräsentiert die Gesamtheit der Läufer in der Kategorie. Im konkreten Fall wird von 13 gezeichneten Routen auf die Routen von 23 Teilnehmern geschlossen. Das Gewicht einer Route ist demnach 23/13 = 1.75. Die Routen wurden aus Routegadget abgezeichnet. Es wurde jeweils die Route des bestrangierten verwendet. Bei nicht-bestzeit wurde der Rang in Klammer angefügt. Abkürzungen: E für Eyer, V für Vieser, H für Hotz und G für Granacher. Schade, hat P wie Plattner seine Routen nicht gezeichnet.

Analysen
Eine Vielzahl der Bestzeiten wird durch eine direkte Route erzielt. Vieser läuft zu 1 nicht via Schneise auf die Strasse. Eyer kommt zu 2 relativ spät auf die Strasse. Granacher zu 4 direkt. Eyer zu 7 direkt anstatt via Waldrand usw.
Auf den längeren Posten gewinnen dann Makro- und Mikroroutenwahl an Bedeutung. Zu 9 umläuft Eyer den Graben über die Wiese. Zu zehn überquert er den Graben oberhalb der Bachgabel, kommt dadurch direkt auf die Kurve und läuft schliesslich den Posten mit minimaler Steigung aus dem zweiten Graben linksherum an. Zu 16 fällt auf, dass Eyer nach dem ersten Graben direkter an den Waldrand läuft und den Posten schliesslich direkt von oben anläuft. Seine Route zu 18 ist direkt, während das Gros der Läufer die eine oder andere Strasse sucht.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Nationalkader 1999 - 2010

++Vervollständigt++
Ziel der Darstellung ist es, eine schnelle und umfassende Übersicht zur Dynamik im Nationalkader der letzten Jahre zu erlangen. Da in diesem Blog Tabellen äusserst hässlich dargestellt werden, hier ein Link auf eine exterene Seite: Schweizer Orientierungslauf Nationalkader 1999-2010.

o-zeugs over and out (late wc china finding)

Yes. Let the o-zeugs blog rest in peace. I´ll take it down eventually. And yes, I stumbled over the decisions of the Ethics Panel regarding ...