Mittwoch, 23. Januar 2013

OLympics

Eva Jurenikova twittert heute einen Artikel vom letzten August in der amerikanischen Zeitschrift the Atlantic und schliesst mit der Frage: How close are we?



Der Artikel enthält abgesehen von der Aussage, dass sich für den momentan einzigen freien Platz u.a. zwei ehemals olympische Sportarten bewerben, eine Liste von olympischen Pro- und Contra-Argumenten.
  • Internationalität I: Anzahl vertretene Nationen und Kontinente in der Weltspitze (Top50)
  • Internationalität II: Ausmass des Breitensportes nach Personen, Nationen und Kontinenten
  • Anerkannter internationaler Verband
  • Integration in anderen Weltspielen
  • Demonstrationssportart
  • Aktives Lobbying des Verbandes
  • TV-Freundlichkeit
  • Bestehende Medienpräsenz
  • Familientauglichkeit
  • Zuschauersegment (z.B. Jugendliche, Frauen)
  • Image des Sportes (z.B. jung, trendig)
  • Profitträchtigkeit
  • Lobbying des Ausrichters
  • Kosten der Durchführung
  • Wertgewinn/Position/Profil im Kontext der anderen olympischen Sportarten
  • Positionierung zum olympischen Mythos (inkl. Image des olympischen Geistes)
-> s.a. Factsheet: The Programme of the Games of the Olympiad

Um auf Evas Frage zurückzukommen... ich verteile subjektiv  Punkte 10 ist jeweils das Maximum in der Frage.
  • 4 Internationalität I: Anzahl vertretene Nationen und Kontinente in der Weltspitze (Top50)
  • 1 Internationalität II: Ausmass des Breitensportes nach Personen, Nationen und Kontinenten
  • 10 Anerkannter internationaler Verband/WADA konform
  • 5 Integration in anderen Weltspielen
  • 0 Demonstrationssportart
  • 3 Aktives Lobbying des Verbandes
  • 3? TV-Freundlichkeit
  • 1 Bestehende Medienpräsenz
  • 6 Familientauglichkeit
  • 1 Zuschauersegment (z.B. Jugendliche, Frauen)
  • 2 Image des Sportes (z.B. jung, trendig)
  • 1 Profitträchtigkeit
  • 0 Lobbying des Ausrichters
  • 10 Kosten der Durchführung
  • 3 Wertgewinn/Position/Profil im Kontext der anderen olympischen Sportarten
  • 8 Positionierung zum olympischen Mythos (inkl. Image des olympischen Geistes)

Montag, 14. Januar 2013

Jerkers way to success part II

Abb.1.  OL im 21.Jh.:Turnschuhe, keine Stulpen und secklen: Jerker Lysell (WOC 2012, Lausanne; Bild: Kocbach, worldofo.com)

Det var Lundanes som stod för orienteringen. Jag har sett till att hänga med och spara så mycket krafter som möjligt till spurten, säger Lysell.
Jerker Lysell, Sieger Weltcup 3./13 NZL gegenüber orientering.se. Lysell verkörpert mit seinen Weltcup-Siegen in den Disziplinen Knock-Out, Sprint und Jagdstart-Mitteldistanz den OL Läufer des 21.Jh. bzw. den OLympischen Wunschtraum.

Freitag, 28. Dezember 2012

Graue Wolken

In den nächsten beiden Jahren wird einiges auf den Schweizer OL Verband zukommen.
  • Der amtierende Präsident sucht einen Nachfolger und  tritt spätestens 2014 ab link (Die offenen Dossiers sind nicht verlockend; Downsizing, Aussicht auf einen geerbten Fall Scholl)
  • Der Verband muss auf die Saison 2013 den Ausstieg des Sponsors Postfinance auffangen (Scool, Weltcupfinal inkl.Sponsoringstelle) link
  • Das Thema akzentuiert sich, wenn nächstes Jahr auch das 2013 bereits reduzierte Engagement von Postfinance im Bereich der Nationalmannschaften ausgelaufen ist, falls dieser Ausfall nicht substituiert werden kann. link (Postfinance hat seinen Ausstieg auf 2012 schon vor ca. drei Jahren kommuniziert, die seither laufenden Anstrengungen, die dieses Jahr nochmal verstärkt wurden link, waren bislang erfolglos. Die Sache sicher nicht einfacher macht die Tatsache, dass das grosse Medienzugpferd des Verbandes, Simone Niggli, ein Karriereende auf 2014 ins Auge fasst, link)
  • Das Thema akzentuiert sich, falls ebenfalls nächstes Jahr OL von Swiss Olympic aus der höchsten Förderklasse abgestuft wird (nur noch olympische Disziplinen) link

Wie Marcel Schiess das an der Präsidentenkonferenz 2012 gesagt hat, die Brötchen, die wir backen müssen etwas kleiner werden. Es ist zu sehen, was das genau bedeutet im Bezug auf die beste OL-Nationalmannschaft der Welt und auf das Vorzeige-Medienprodukt Weltcupfinal (dessen TV Abdeckung nach dem Ausstieg des Sponsors nicht gesichert ist link).



Dienstag, 18. Dezember 2012

iof.tv (2-Minuten Startintervalle auf der Langdistanz)

15.4. Start intervals
The starting interval of the middle distance final will be 1.30 minutes. The starting
interval of the long distance final will be 2 minutes. This deviation from the rules has
been approved by the IOF.
Bulletin2 WOC 2013

Zwei Weltmeisterschaften nach dessen Abschaffung, wird so das Zwei-Minuten Startintervall auf der Langdistanz wieder eingeführt. Das Zwei Minuten Startintervall wurde an der WOC 97 erstmals eingeführt.

Podien Langdistanz Männer 
Ich schaue aus diesem Anlass noch einmal zurück auf die Podien der Langdistanz der Männer seit dem Beginn der Ära SI/Rengly/EMIT (ausser 1997). Ich erlaube mir dabei eine Wertung des Resultates aus der Perspektive des Verfälschungsgrades.
  • ..WOC 1995: Intervall 3 Minuten: 1.Mårtensson und  3.Jörgensen (30min. H-Pack), 2.Salmi mit Alekseev (60min H-Pack)
  • ..WOC 1997: Intervall 2 Minuten: 1. Thoresen mit 2.Mårtenson und 4.Jörgensen. 3.Björlö mit 5.Prokes und 11.Nymalm
  • ..WOC 1999: Intervall 3 Minuten. 1.Valstad und 3.Berger (60min. H-Pack), 2.Björseth und 14.Davidik (47min. E-Pack).
  • ..WOC 2001: Intervall 2 Minuten: 1.Rostrup, 2.Lakanen, 3.Björseth  
  • ..WOC 2003: Intervall 2 Minuten: 1.Bührer, 2. Omeltschenko und 5. Mamleev (83min. E-Pack), 3. Wingsted
  • ..WOC 2004: Intervall 2 Minuten: 1.Valstad, 2. Karlsson, 3. Hott Johansen
  • ..WOC 2005: Intervall 2 Minuten: 1. Khramov mit 3.Lauenstein (57min. E-Pack), 3. Hott Johansen
  • ..WOC 2006: Intervall 2 Minuten: 1. Lakanen mit 6.Gonon (66min H-Pack), 2.Lauenstein, 3.Khramov mit 15.Losman (65min. H-Pack)
  • ..WOC 2007: Intervall 2 Minuten: 1.Merz, 2.Khramov, 3.Nordberg mit 20.Kovacs (30min. H-Pack )
  • ..WOC 2008: Intervall 2 Minuten: 1.Hubmann, 2. Nordberg, 3. Gonon
  • ..WOC 2009: Intervall 2 Minuten: 1.Hubmann mit 3.Mamleev (55min. H-Pack), 2.Gueorgiou mit 9.Gristwood (40min. H-Pack)
  • ..WOC 2010: Intervall 2 Minuten: 1.Lundanes, 2.Nordberg mit 6.Fraser (60min. H-Pack), 3. Gueorgiou
  • ..WOC 2011: Intervall 3 Minuten: 1.Gueorgiou mit 3.Gonon (70min. E-Pack), 2.Ikonen mit 7.Lauenstein (E-Pack)
  • ..WOC 2012: Intervall 3 Minuten: 1.Lundanes, 2.Merz, 3.Bertuks
Auch mit 2 Minuten Startintervallen hat es  gute (hier: unverfälschte) Podien gegeben (01, 04, 07, 08) und auch mit 3 Minuten gab es verfälschte (99, 11). Das Start-Intervall ist also nur ein Faktor in der ganzen Anlage von Trennmechanismen und diesbezüglich hat sich seitens der IOF seit der Einführung des Schmetterlings zur WOC 2001 nichts weltbewegendes getan (siehe lange Gruppenzeiten).






Donnerstag, 13. Dezember 2012

It is the television, the spectators and the olympics, Babe!

Der IOF liefert in der jüngsten Ausgabe seines Newsletters in inside orienteering seinen Erklärungsansatz zur nicht allseits geschätzten Entwicklung des Weltcups.  Im Zentrum stehen die Punkte:
  • Olympia
  • Fernsehen
  • Zuschauer
  • Veranstalter*

...
Our second goal is for the sport to be visible and attractive. The main part of this goal is for us to achieve far greater levels of TV coverage reaching well beyond our traditional base.
...
Our third goal is related to the first two and that is for us to be positioned for inclusion in the Olympic and Paralympic Games.
Brian Porteous, IOF Präsident
NORT and Post Finance have built the events around a TV concept
Mikko Salonen Vorsitzender der IOF Fuss OL Kommission in inside orienteering
To get visibility and media exposure though, and to get closer to becoming part of the Olympic family, we need more attractive sprint races for TV audiences rather than too many long distance races just for onsite orienteering spectators.
Mikko Salonen Vorsitzender der IOF Fuss OL Kommission in inside orienteering
Of course we aim at having a fair balance between different formats, but we need to remember that – firstly – we need motivated organisers, and – secondly – inclusion in the Olympic Games is one of the IOF’s key goals, hence driving the development of the World Cup and World Championships and their goals
Mikko Salonen Vorsitzender der IOF Fuss OL Kommission in inside orienteering
The sprint format was in fact chosen because we wanted to make as much of a public spectacle as we possibly could.
Malcolm Ingham, National Controller, World Cup NZL 2013 in inside orienteering
Nordic Tour has from the start had discussions with TV, and we have listened to their recommendations on how to get TV time. ... We now have a good platform and we have shown that it works to do a TV production of orienteering.
Henrik Skoglund, Tourmanager NORT 2013 in inside orienteering


*Gemerkt? - Es fehlen die Athleten...

IOF und Petitionen


In der jüngsten Ausgabe von inside orienteering dem online newsletter des IOF, erklärt Anna Jacobson, wie Athleten auf die Entwicklung des Orientierungslaufes Einfluss nehmen könnnen.
Firstly it needs to be said that the IOF does not cast around on the internet to find out orienteers’ opinions. If there are things athletes want the IOF to know, they either need to send a letter to the IOF Secretariat – as Lina Strand did – or, even better, communicate through the Athletes’ Commission or their national federation. The Athletes’ Commission’s remit is to work between the athletes on the one hand and the discipline commission in the IOF and the IOF Council on the other. Through the Athletes’ Commission one can influence the process while it is going on. Internet petitions are often published after a decision has already been taken, and by then they cannot therefore influence the decision.
Also, several matters are decided upon at the IOF General Assembly. It is the national federations that vote there.
und
Besides talking to the national federations, the best way to influence IOF decisions is through Athletes’ Commissions (AC). The IOF has ACs in all four disciplines. The commissions liaise with and provide advice to the IOF Council and the Chairperson of the relevant discipline commission on matters such as rules, event programmes, fairness and other matters relevant to elite international orienteering. “The strongest channel for the athletes to communicate with the IOF is through the Athletes’ Commission”, says IOF’s Sports Director Björn Persson. “This body is linked to the IOF Council and hence gives direct access to the central decision makers.” The Athletes’ Commission for foot orienteering is currently unmanned following the retirement of former chairman Emil Wingstedt and other members. “This situation is very unfortunate”, says Björn Persson. “Our wish is that the athletes themselves select their representatives, and we have asked some leading voices to support this action several times during the past year, unfortunately without results. Now a new approach has to be taken and our intent is that a commission can be up and running very shortly”, Persson concludes.
und zuguterletzt Mikko Salonen Chairman der IOF Foot Orienteering Commission:
“I would like to encourage athletes to activate the Athletes’ Commission’s work again and start direct dialogue that way with the IOF, rather than putting together petitions on the internet.”
Alles klar? Die Entscheidungsstruktur IOF auf der Ebene des nationalen Verbandes habe ich für die Schweiz im Artikel die Schweiz und der IOF (upd.dez.2012) dargestellt.

Freitag, 30. November 2012

2440- ... - 6 - 5 - 4 - 3 - 2

Das Palmqvist-Projekt ist mit dem heutigen Tag abgeschlossen 2438 Karten sind jetzt lokalisiert und damit nutzbar in die omaps.worldofo.com Datenbank integriert. Herzlichen Dank für die Mithilfe!
6 5 4 3 2 Karten wurden bislang nicht lokalisiert, weil es dazu wohl lokale Kentnisse braucht. Eine davon ist im Orginal nicht mehr vorhanden (Enebyberg, 1975), also  5 4 3 2 1.
 Lokalisieren von OL Karten ist ein detektivisch reizender Zeitvertreib. Dabei übe ich, schnelle definitive richtige Entscheide zu treffen. Als nächstes sind darum die 942 Karten von Palmqvists norwegischem Pendant Trond Rønneberg dran :-P

Freitag, 23. November 2012

EOC 2012 - Staffel II (Nachtrag)

Langdistanzweltmeister Olav Lundanes nennt die EOC Staffel 2012 "worst course I ran in 2012".

At EOC relay they managed to both find bad terrain and set a very bad course.
Until the end, the course was OK, but the fourth and third last controls are just disasters. When I was young I read the Norwegian book about course setting, and one thing that I will always remember is that the most important thing is to avoid injustice, in Norwegian called “Slump”. Around the spectator control (fourth last) the map does not show the truth about what the area around the ski-jumping hill really looks like, and this had a big influence on the 2nd leg of the relay. The control should never have been placed in this area!
The fence down to the third last control has already been discussed a lot, but I can not understand how it is possible to make a leg like that. It is just guessing how long time it takes to cross the impassable fence. But it is maybe a part of the modern orienteering…..
Olav Lundanes im Interview mit worldofo.com Er ergänzt die Liste mit dem norwegischen Teil der NORT und dem Weltcup in Appenzell.

Dienstag, 20. November 2012

Bern by Night goes Tiomila with Forked Looping

Die regelmässig superfeine und hochkarätig besetzte Nacht-OL-Serie Bern by Night lebt seit Jahren die Paradoxie des Massenstartes im OL. Die TeilnehmerInnen sollen gleichzeitig starten und doch selbstständig orientieren. Im Sinne eines Versuches haben wir  dabei einen Looping mit gegabelter Basis (Typ WOC 2007) als Trennmethode geplant.
Dabei wird in der anfänglichen Trennmethode das Feld in vier Teilfelder aufgetrennt, die über die lange Schlaufe zeitversetzt gegeneinander antreten müssen, bevor es nach der Auflösung zum Schluss in ein Kopf an Kopf Rennen mündet. Der Versatz soll dabei so gross sein, dass die verschiedenen Felder nicht zu stark von einander profitieren können. Damit der Versatz gleichmässig ausfällt, muss "A minus a" die Hälfte oder das Doppelte von "B minus b" betragen.



Abb.2. Bern by Night. 16.Nov.2012 Uetligenwald-Wohlen. Lange Bahn.


Die Bahnanlage (Abb.2) ergibt für den ersten Teil die vier Varianten
ab ca.500m Florian Howald 3.09
Ab ca.1000m  Anders Holmberg 6.07
aB ca. 1500m Alain Denzler 8.55
AB ca. 2000m Beat Roth 12.46
und damit eine Staffelung der Felder von ca.3 Minuten.

Mehr Läufer sind zu einer aktiven Rolle gezwungen und durch zurückfallende Läufer herrscht für die Dauer des Loopings das für die grossen Nacht-Staffeln charakteristische Leistungsgemisch (siehe Titel & Abb.3). Auch für verhältnismässig schwächere Läufer hat das ganze seinen Reiz, fällt man nicht einfach von der Stange, sondern kann man im nächsten Feld den Schwung für ein Comeback holen.


Abb.3. Echtzeitdiagramm Bern by Night

Gibt es Ansichten der Teilnehmer?

Samstag, 17. November 2012

Professionelles Vorgehen mit Jussi Silvennoinen

Abb.1. Philippe Adamski, französicher OL-Läufer, hier im Interview nach der Qualifikation über die Langdistanz an der WM 2012 in Lausanne. (Bild: Jan Kocbach, worldofo.com)
Att låta en kartritare rita en karta och få möjlighet att träna på den och sedan även diskutera kartritningen är ett proffsigt upplägg.
Philippe Adamaski anlässlich eines öffentlichen Kaderlagers in Hallsberg 20./21.Oktober 2012

Ein Kartograf (Mittel, Staffel) und Bahnleger (Lang) der WM2013, Jussi Silvennoinen, hat dort die schwedische Spitze plus einzelne ausländische LäuferInnen in die Spezialitäten der finnischen Kartografie im allgemeinen, wie seiner Kartografie im speziellen eingeführt. Dazu hat zu handen des SOFT auch die Karte Skåleklint in seinem WM-Stil überarbeitet. Das Gelände soll dem WM Gelände ähnlich sein. Die Teilnehmer konnten darauf trainieren und es wurde eine Begehung mit Silvenoinen durchgeführt. Das Projekt wurde von den WM-TDs abgesegnet. Die Zulassung anderer Nationen war eine Massnahme, einer Diskussion zu entgehen... Siehe auch Skogsport 9/2012

o-zeugs over and out (late wc china finding)

Yes. Let the o-zeugs blog rest in peace. I´ll take it down eventually. And yes, I stumbled over the decisions of the Ethics Panel regarding ...