Mittwoch, 27. Oktober 2010

Schweizer OL Nationalkader 2011

Abgänge: Vroni König Salmi (A Rücktritt), Seline Stalder(B pausiert), Sara Würmli(B), Sabine Hauswirth (U23 Rücktritt), Fiona Kirk (J), Dominik Koch (B), Simon Brändli (J), Sven Rüegg (J), Matthias Bryner (J)
Abstiege: -
Aufstiege: Marc Lauenstein (B->A), Isabelle Fehr (J ->B), Bettina Aebi (J ->B), Brigitta Mathys (J ->B), Sophie Tritschler (J ->B), Matthias Kyburz (J ->U), Andreas Kyburz (B ->U)
Zugänge: Katja Gygax (J), Anina Brunner (J), Marion Aebi (J), Térence Risse (J), Ismael Röthlisberger (J), Florian Schneider (J)

->Aktualisierte Übersicht 1999 - 2011



Abb.1.: Schweizer OL Nationalkader 2011 auf dem Bild des Schweizer OL Nationalkaders 2005

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Schweizer O-Fictionados

Top 24: Teilnahmen an Nat.OL und Meisterschaften 2000-2010*
  1. Yvette Zaugg 128
  2. Bruno Steinegger 127
    • Ernst Baumann (Jrg.45) 124
    • Fritz Maurer (Jrg.35) 124
    • Hans Hotz 124
    • Hans Baumann 123
    • Heinz Haldemann 123
  3. Erica Huggler 121
    • Kurt Huber 119
    • Stefan Hess 119
    • Simon Hodler 119
    • Werner Wehrli (Jrg.52) 118
    • Sigi Burger 118
    • Ernst Moos 118
    • Alfred Steiner 118
*Resultat einer automatischen Auswertung, kann fehlerhaft sein (Heirat, falsche Schreibweise). Maximal möglich 133 (Elite/JuniorInnen: 135; Jugendkategorien teils weniger, weil keine NOM)

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Gruppenanalyse Weltcup Frankreich 2010

Weltcup 7.Oktober 2010 Annecy(F), Langdistanz

Männer
Bei der Bahn der Männer wurde nach 50% des Rennens eine Snake eingebaut (9.5% der Renndauer). Das Startintervall war 2 Minuten. Die Startreihenfolge war umgekehrt zur Weltcup-Rangliste (halb-geordnet, da nicht alle an allen Weltcupläufen teilnahmen). Das Gelände war technisch anspruchsvoll. Es bildeten sich ausserordentlich viele Gruppen. Es ist schwierig den Effekt der Gruppen zu isolieren. Dies, da die grossen errechneten Zeitgewinne/Zeitverluste auf die ungewöhnliche Häufung von groben Fehlern innerhalb (Holmberg, Haldin) wie ausserhalb von Gruppen (Tsvetkov, Khramov) zurückgehen. Auch in Gruppen gab es also gröbere Schnitzer. [Das ist wahrscheinlich der spannendste Befund: Sehr viele Gruppen blieben auch bei groben Fehlern zusammen]
Gruppenanalyse WC Annecy Long Men

Frauen
Dasselbe bei den Frauen: Snake mit zentralem Teilstück 8/11-5/9 nach 27 Minuten/35% des Rennens für 11 Minuten (15% des Rennens). Intervall, Startreihenfolge und Gruppendynamik analog zu den Männern. Fehler allein: Chataing, Fincke und Brozkova u.a.. Fehler in Gruppe: Bjorgul, Vercelotti.
Gruppenanalyse WC Annecy Long Women

Freitag, 15. Oktober 2010

Tücken des Vorladens - Matthias Merz am Weltcupfinal 2010

Am Weltcupfinal 2010 - Mitteldistanz Herren - 9.Oktober 2010 in St.Cergue


Abb.1. Route Matthias Merz zu Posten 1-4 (Quelle: Routegadget)

Der Start ins Mitteldistanzrennen glückte mir super. Nachdem ich in den letzten Wettkämpfen stets etwas überhastet agiert hatte, nahm ich mir dieses Mal mehr Zeit für die Karte – und war erst noch schnell.
Die lange Route zu Posten vier war dann nicht einfach zu entscheiden. Ich wählte die Umlaufroute über den Weg. Zum einen wollte ich die Steigung etwas verteilen, zum anderen sollte mir diese Wahl etwas mehr Zeit geben, um den Rest der Bahn einmal zu überblicken. Doch leider unterschätzte ich den letzten Teil. Ich verliess den Weg zu früh, verwechselte die beiden Kuppen im Hang vor dem Posten und suchte den Posten zu früh. So schnell sind 40 Sekunden weg…


Abb.2. Route Matthias Merz zu Posten 5-9 (Quelle: Routegadget)

Zum nächsten Posten unterlief mir gleich der Folgefehler. Ich wartete zu lange auf dem Weg, verlor unnötig Höhe und verwechselte anschliessend auch noch zwei Mulden. Das Fehlerkonto wurde innert kurzer Zeit verdoppelt
(Beide Zitate Quelle: www.matthiasmerz.ch vom 14.10.2010)

Kommentar
Das Vorrauslesen sollte durch eine 'Landeplanung' [aka Attackpoint] eingeleitet werden. Man tendiert natürlicherweise dazu, zuerst weit voraus zu lesen und sich die anstehende Detailplanung für den Schluss der Lesephase aufzusparen [s.a. diese Grafik hier]. Das ist grundsätzlich möglich, bedingt aber ein gutes Timing. Da es beliebig viel vorrauszulesen gibt, ist man verleitet sich zu spät dem Handwerk vor Ort zuzuwenden. Es macht hier den Anschein, Merz gehe überrascht und unvorbereitet von Weg weg. Vergleiche dazu Matthias Müller (Abb.3).
Beim Folgefehler stellt sich die Frage, ob und was Merz auf dem Weg von Posten 4 weg gelesen hat [Einbiegen auf den grossen Weg]. Siehe dazu die Routen von Hubmann, Lundanes und Gueorgiou (Abb.4.).


Abb.3. Route Matthias Müller zu Posten 4 (Quelle: Routegadget)


Abb.4. Routen Hubmann (gelb), Gueorgiou (rot), Lundanes (blau) und Merz (cyan) zu Posten 5 (Quelle: Routegadget)

Fettgehalt im Gesicht von Rundfahrtengewinnern



Abb.1.Daniel Steiger, Beat Breu und Jörg Müller, Top3 der Tour de Suisse 1989 (Quelle SF.tv)
Es macht den Eindruck 1989 hätten die Radfahrer noch mehr Fett im Gesicht gehabt [welches Dank Endorphin und hormonaler Umstellung auf Fettverbrennung beginnt Falten zu werfen].

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Automatische Erkennung von Kartenkontakten V: Häufigkeit und Dauer von Kartenkontakten

Gesamtstatistik
In diesem Teil geht es weniger darum, Kartelesemuster aus einer Gesamtsicht zu bewerten, als vielmehr einmal das Ausmass des Kartelesens in einem normalen OL Wettkampf darzustellen. Unabhängig vom Umfang bleiben die Fragen des Timings, der Effizienz und dem 'Zeitverlust durch Kartelesen' vorerst offen. Also: Ich habe heute ein kleines Script geschrieben, um die mittels AMRD erhobenen Kartelesewinkel auszuwerten. Hier ein paar Resultate.

Test II Höhronen (kurze Langdistanz)
  • M.Lerjen H 35-(L1)
  • Laufzeit: 1:04:45
  • Anzahl Kartenkontakte: 231
  • Kartenlesezeit: 00:24:42 (38% der Laufzeit)


Abb.1. Dauer, Häufigkeit und kumulierte Kartenlesezeit von Kartenkontakten am Nationalen OL 3.10.2010 Höhronen erfasst mittels AMRD für den Läufer L1

  • 50% aller Kontakte 1-3 Sekunden (112, Checks, Totalzeit 00:03:20)
  • 40% aller Kontakte 4-10 Sekunden (91, Detail Entwicklung, Totalzeit 00:08:40)
  • 10% aller Kontakte 12-73 Sekunden (27, Routenplanung, Totalzeit 00:12:42)

Vergleich mit M.Eglin am selben Wettkampf
  • M.Eglin H 35- (L2)
  • Laufzeit: 1:02:46
  • Anzahl Kartenkontakte: 226
  • Kartenlesezeit: 00:19:41 (31% der Laufzeit)


Abb.2. Vergleich Dauer, Häufigkeit und kumulierte Kartenlesezeit von Kartenkontakten der Läufer L2 und L1 am Nationalen OL 3.10.2010 Höhronen erfasst mittels AMRD

  • 53% aller Kontakte 1-3 Sekunden (120, Checks, Totalzeit 00:03:15)
  • 34% aller Kontakte 4-10 Sekunden (79, Detail Entwicklung, Totalzeit 00:07:24)
  • 13% aller Kontakte 11-73 Sekunden (27, Routenplanung, Totalzeit 00:08:52)
Interpretation
Es fällt auf, dass L1 im Gegensatz zu L2 mehr sehr lange Kartenkontakte hat (L2 hat 3 Kontakte länger als 25S, L1 hat 9). Die Kartenkontakte über 10 Sekunden werden hier der Routenplanung zugeordnet. Es scheint, L1 habe an diesem Wettkampf merklich mehr Zeit in die Routenplanung investiert als L2. Siehe dazu Abbildung 3.


Abb.3. Vergleich der Verteilung der Lesezeiten von zwei verschiedenen OL Läufern auf derselben Bahn aufgezeichnet via AMRD.

L1 und L2 verfolgen unterschliedliche Strategien. In den ersten 20 Minuten liest L1 gut 4 Minuten mehr als L2. Danach etwa gleich viel. L2 liest über den ganzen Rennverlauf konstant viel (mit Aussnahme des Fehlers nach 30'). L1 liest  in der ersten halben Stunde markant mehr als danach (mit Ausnahme der 2 Fehlers ganz am Ende).

Weitere Analysen folgen.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Teilnehmerstruktur am Nationalen Wochenende in St.Cergue und Genf


Abb.1. Teilnehmerstruktur am Nationalen Wochenende in St.Cergue/Genf entsprechend der Teilnahmefreudigkeit der Teilnehmer über die gesamte nationale Saison

Kommentare nach Region
1-3: Mehr Laufkundschaft am Sprint in Genf. Typisches kleines Maximum bei 2 (nehmen nur an beiden Tagen Teil; Romands & Entourage Weltcup).
3-8: Schwächelt, wie am zweitletzten Nationalen Wochenende auch.
9-13: Der harte Kern, ca. 400 Leute, kommt praktisch immer.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Automatische Erkennung von Kartenkontakten IV: Analysen 2

Beispiel 2: M.Lerjen, 7.Nat.OL 2.10.2010 H 35- Einsiedeln

 
Abb.1. Karte, GPS und Kartenlesewinkel grün: Lesen, rot: nicht lesen

Zur Erinnerung
Mittels der AMRD Methode wird aufgezeichnet, wann die Hand sich in einer Kartenlese-Position befindet, nicht wann der Läufer Karte liest. Die sprinttypische Standby-Handstellung (Abb.2) wird mittels AMRD als Kartenlesen klassifiziert.


Abb.2. Standby Handstellung: Zur verkürzten Wiederaufnahme des Kartenlesens wird die Hand in Bereitschaft vor dem Körper gehalten. [Bilder:Reto Brunner, www.running-fotos.ch]

Detailansicht
1) Ich lese vor dem Start durch die Karte hindurch den ersten Posten. Beim Start laufe ich auf die vor mir startenden HE und HAL Läufer auf. Ich bin also damit beschäftigt,  eine Kollision mit dem  HE Läufer zu vermeiden, will ihn vorlassen (er ist erfahrungsgemäss schneller) und es dauert bis ->
2) bis dass ich effektiv zu lesen beginne, der HE Läufer biegt links ab, ich wähne mich ein Gässchen weiter unten und folge ihm, ohne Kartenkontakt (Abreisser).  Ich vermute einen schlecht sichtbaren Durchgang, lese an diesem herum, bis ich sehe, es kommt kein Durchgang rechterhand.
Erst dann merke ich, dass auch sonst nichts stimmt. Weltklasse: nach 10 Sekunden schon 30 Sekunden Fehler.
3) Ich nehme Kartenkontakt auf und mache einen Neustart.
4) Bis zum Posten habe ich aber die Routenwahl zum 2 noch nicht gemacht und anstatt dies nachzuholen renne ich rechtsrum los (Abreisser, auch weil P.Häne rumsteht).
5) 3.ter Posten nicht vorbereitet, darum schlechte Route.
6) Hier gelingt es zum ersten Mal vorzuladen (Posten 4)

1) Komme vorbereitet rein und kann schon Weglaufrichtung vorsondieren
2) Und hopp, schon ist der Vorsprung wieder weg
3) Lese Route zu 8 voraus, ohne 6 fertig gelesen zu haben
4) Bin darum zu spät beim umstellen
5) Mikroroutenwahl
6) Das Vorrauslesen (3)  erweist sich als  zu wenig detailiert. Ich habe schlicht das Weglaufen vom Posten nicht vorbereitet. Abreisser. Falsch.
7) Vorbereitung 8-11
8) Gut getimte Umstellung aufs Vorort-Lesen
9) Endlich mal bolzen


1) Rechtzeitiges Umstellen auf Detailkram
2) Abspulen
3) Vorbereiten 12-18



1) Posten 12 anvisieren und rennen
2) Sauber angelesen
3) Kurz gemeint, ich könne Gas geben, schon bei der ersten Kreuzung gemerkt, dass ich sofort wieder Kartenkontakt brauche
4) So lange dazu gebraucht
5) 13-18 abgespult
6) Als ich 18 sehe nicht sofort weiter gelesen, und hopp, weg ist der Vorsprung. Abreisser. Bis ich die beiden Routen richtig sehe, bin ich schon auf der schlechteren.

1) Hier stimmt was nicht mit der Karte. Da hat es Parkplätze, Büsche und die Absperrungen im Gelände stimmen nicht mit dem oliv überein.
2) Treppe=nicht lesen, danach kurz quitieren
3) Bolzen

Fazit
Der Sprint in Einsiedeln war tricky und mein Ziel war immer vorbereitet zu sein. Das Augenmerk lag darum in erster Line auf der Karte und permanentem Kartenkontakt. Herausgekommen ist eine Anhäufung von neun! Fehlern (4 Abreisser). Dabei hat sich das Rennen ohne Kartenkontakt durch
  • Zu kurz lesen (4x)
  • Ablenkung durch andere (2x)
  • Nur rennen statt lesen (3x)
  • Zu lange unvorbereitet vorrauslesen (1x)
als die Hauptfehlerquelle erwiesen.

Weiter zu etwas Spielerei und vertieften Analysen zum ersten Test.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Automatische Erkennung von Kartenkontakten III

Abb.1. Ausrüstung Automatische Erkennung von Kartenkontakten AMRD: GPS-Uhr und Beschleunigungs-Logger am Handgelenk. Beta-Tester M.Lerjen am Nat.OL Höhronen. Bild: Reto Brunner [www.running-fotos.ch]

Zum zweiten Beispiel einer AMRD gestützten Analyse (Sprint).

Dienstag, 5. Oktober 2010

Automatische Erkennung von Kartenkontakten II: Analysen

Dank der im ersten Teil vorgestellten Methode ist es möglich, die eigenen Kartekontakte lückenlos und lagerichtig aufzuzeichnen. Daraus ergeben sich eine Vielzahl möglicher Auswertungsansätze zur Verbesserung der eigenen Kartenlesetechnik. Natürlich befinden sich diese zu diesem Zeitpunkt erst in den Kinderschuhen.

Gutes Kartelesen
Ich habe vor Jahren dargelegt, wie ein gutes Kartelesen sog. prospektives Kartelesen aussehen soll:
1) Die nächste Teilaufgabe ist immer und detailiert vorbereitet. So kann mit Zug, mit Blick zum Sichthorizont und idealer Mikroroutenwahl gelaufen werden.
2) Gelesen wird, wo störungsarm gelesen werden kann. Ideal sind längere Strecken, die ohne vorgängige visuelle Bodenkontrolle störungsfrei gelesen werden können.
3) Die detailierte Vorbereitung (1) wird im Rennverlauf möglichst früh und vollständig bis zum Schluss vorbereitet. d.h.  sobald sich die Gelegenheit bietet, ungestört vorrauszulesen, soll sie wahrgenommen werden. Das Fehlerrisiko zum Schluss hin, wird so minimiert.
4) Knackpunkt der vorbereitenden Phasen ist das rechtzeitige umstellen auf ein vor Ort kontrollierendes Kartelesen, sobald dieses gefordert ist.

Schlechtes Kartelesen
Dem gegenüber steht das schlechte Kartelesen. Es zeichnet sich dadurch aus, dass entweder die anstehende Teilaufgabe zu vage vorbereitet wurde oder gänzlich fehlt, d.h. der visionäre Vorsprung gleich null ist. Das hat manigfaltige Nachteile: Man muss in Passagen lesen, wo der Untergrund unruhig und damit ungeeignet ist (erzwungenes Kartelesen). Die Folge sind kurze, unterbrochene Kartenkontakte (Abreisser), ein dauerndes Schrammen am visionären Nullvorsprung, eine mit dem Lesen konfligierende Mikroroutenwahl und eine dabei stark vernachlässigte Horizontperspektive.


Beispiel 1: M.Lerjen, 8.Nat.OL 3.10.2010 H 35- Höhronen
 Abb.1: Karte, GPS und Kartenlesewinkel grün: Lesen, rot: nicht lesen

Der Beschleunigungsmesser an der Hand hat bezüglich Fokussierung auf eine saubere Kartentechnik einen grossen Einfluss. Ich habe folglich versucht alles richtig zu machen. Am Schluss sind es 4 Fehler geworden: 2 Routenwahl Fehler, 2 Parallel-Fehler. Alle vier Fehler haben nur begrenzt mit Kartentechnik zu tun.


Detailansicht

1) Sofort den Kartenkontakt hergestellt und die fragliche Nase identifiziert.
2) Kurzer Blick auf die Routenwahl zu  2 und nochmal Kontrollblick, da Postenraum nicht korrekt kartiert (Der Posten müsste oberhalb des halboffenen stehen, nicht drin).


1) In den ersten 90 Sekunden des Rennens die Routenwahl zu 2 fest zu legen ist nicht möglich, ich beschliesse fürs erste Richtung Pass hochzulaufen.
2) Routenwahlentscheid. Ich denke die Route rechtsrum-linksrum(Strasse) ist schneller, aber wähle die Sight Seeing Route über den Grat.
3) Fokus auf Mikroroutenwahl
4) Kontrollieren
5) Wechsel zwischen Detaillesen und Vorrauslesen. Ich lese die ganze Bahn durch, dann detailliert 12-19.
6) Wiederaufnahme des direkten Kartenkontaktes
7) Im steilen Hang nicht unnötig Zeit verlieren. Wenige Detailchecks.
8) Detailplanung 2-6
9) Wiederaufnahme des direkten Kartenkontaktes
10) Detailchecks zum Posten


1) Da vorbereitet nur noch Detailchecks
2) Definitiver Routenwahlentscheid zu 7
3) Detailvorbereitung 7-11
4) Nur Detailchecks


1) Im Hang Fokus auf Mirkoroutenwahl
2) Detailplanung 12 und Fokus auf richtigen Weglaufpunkt
3) Nur Detailchecks
4) Die Routenwahl war schon vorher gefallen, in der Realisation aber viel Zeit verloren (1'), da Laufbehinderung bedeutend höher im Hang zufinden war.
5) Detailplanung 13
6) Detailchecks


1) Detailchecks, bewusst an die physische Grenze gegangen siehe 2&3.
2) Parallelfehler: Der südliche Teil der Nase wirkte von Osten her markanter (hier ohne HK aus Graben gezeichnet) dadurch nach rechts abgedriftet und vom falschen Posten angezogen. Ein Kompasseinsatz fehlt hier.
3) Parallelfehler: zweite Mulde (Postenstandort) mit erster verwechselt. Kein sauberer Attackpoint.
4) Schluss.

Fazit
Mit der technischen Gestaltung des Rennens kann ich sehr zufrieden sein. Zeit verliere ich in erster Linie durch begrenzte Athletik, Kalbereien und etwas Pech. Zuletzt dies:

Abb.2.: Summe der Kartenkontakte Test Höhronen

40% der Laufzeit bin ich mit Kartelesen beschäftigt, 26 von 65 Minuten.

Im dritten Teil die Auswertung der AMRD-Methode anlässlich eines Sprint OL.

Automatische Erkennung von Kartenkontakten I: Methode

Michael Eglin lässt mich seine AMRD-Methode  (Automated Map Reading Detection) beta-testen. Dabei handelt es sich um eine technische Lösung, die es dem intressierten OL-Läufer ermöglicht, automatisiert zu erfassen, wo und wie lange er während einem Wettkampf auf die Karte geschaut hat.

Unnötig zu erwähnen, dass das ein Quantensprung für die Analyse von mentalen Konzepten im Orienterungslauf, die Optimierung von Lesetechnik und die Analyse von Fehlern ist. Wie gesagt, das ganze ist im Beta-Stadium, und es kann noch eine Weile dauern, bis Michael die Methode publiziert, aber hier ein Vorgeschmack.

Prinzip
Die Grundidee der Methode lässt sich vielleicht am einfachsten so erklären:
1) Halte deine Hand so, wie wenn du Karte lesen würdest.
2) Halte sie jetzt so, wie wenn du nicht liest bzw. rennst, indem du deine Arme am Körper vorbei schwingst.
3) Und jetzt machst du beides nochmal und beobachte, wohin deine Uhr in beiden Stellungen zeigt.

-> Beim Lesen zeigt sie gegen den Boden, beim Rennen zur linken Seite.
-> Wenn du jetzt, anstelle der Uhr einen Beschleuigungsmesser ans Handgelenk bindest, dann wird dieser beim Lesen eine grundsätzlich andere Beschleunigungsrichtung festellen als beim Rennen: Beim Rennen in der Ebene des 'Zifferblattes', beim Lesen in Richtung rechtwinklig zum Zifferblatt.

Kartenlese-Winkel / MR-Angle
Soweit alles klar? - Natürlich schüttelt es, wenn du rennst, sodass du die Karte nicht immer ideal hälst, wenn du liest. Darum definierst du einen Spielraum, einen Winkel den die Karte bzw. dein Handgelenk von der idealen Position abgedreht sein darf um das ganze noch als Kartelesen durchgehen zu lassen. In der Fachsprache ist das der MapRead-Angle, der Winkel zwischen idealer und effektiv gemessener Beschleunigungsrichtung.

Methode
1) Du zeichnest deinen Wettkampf mit zwei Geräten auf: einem GPS (genügt: Garmin Forerunner; genügt nicht: I-gotU-120) und einem Beschleunigungsmesser am Handgelenk (hier: HOBO Pendant G Data Logger (Typ UA-004-64) von Onset). Du startest beide Geräte vor deinem eigentlichen Start und simulierst für mindestens 20 Sekunden das Kartelesen beim Rennen. Das erleichtert dir in der Auswertung das Festlegen der 'Idealposition'.
2) Mittels dem von Michael entwickelten Online-Tool berechnest du anhand der Daten des Beschleunigungsmessers die resultierenden Kartelesewinkel und integrierst diese Information in die von dir aufgezeichnete GPS-Datei.
3) Nun kannst du im bekannten QuickRoute diese modifizierte GPS Datei mit deiner Laufkarte zusammenführen und darstellen.

Resultat
Abb.1. OL Karte, GPS-Track und Kartenlesewinkel (<40°[Kartelesen]:grün; dazwischen: gelb; >50°[nicht Kartelesen]: rot)

Das sieht gut aus und entspricht hochgradig meiner rekonstruierten Erinnerung. Nutzlos zu sagen, dass mit dem Ende der Methode, die Analyse erst anfängt. Dazu im zweiten Teil.

o-zeugs over and out (late wc china finding)

Yes. Let the o-zeugs blog rest in peace. I´ll take it down eventually. And yes, I stumbled over the decisions of the Ethics Panel regarding ...