Mittwoch, 31. Oktober 2012

Der Tritt ins Sperrgebiet (Teil 12)

Abb.1. Ausschnitt Karte Pian Segno - ARGE ALP 2012. Illustration G.Diethelm, anonymisiert o-zeugs.
Ich selbst erwischte bei meinem Lauf am Samstag einen H-14-Läufer der St. Galler Delegation beim offensichtlichen Durchqueren eines Sperrgebietes entlang eines Bachlaufes. Nachdem ich dem fehlbaren Jungen dies von der andern Bachseite zugerufen hatte, meinte er: „Ich hans nid extra gmacht“. Im Ziel konfrontierte ich den St. Galler-Delegationsleiter mit ebendieser Tatsache und bat um eine Selbstanzeige der betreffenden Staffel. Stunden später stand die besagte H14-Staffel auf dem Podest und der Laufleiter Stefano Castelli sagte konsterniert, dass beim Gespräch mit den St.-Gallern alles abgestritten worden sei.
Gabriela Diethelm in einem Kommentar zum ARGE ALP 2012 (www.olg-chur.ch)

Kommentar
Ich selber bin vor zwei Jahren, zwei nationale OL lang im Wald gesessen und habe das Läuferverhalten im Bezug auf Sperrgebiete beobachtet. Ein Fazit dieser Beobachtungen: Die groben Verletzungen der Sperrgebiete geschehen "nid extra" durch Läufer, die nicht genau wissen, wo sie sind. Randverletzungen können dabei auch äusserst erfahrenen Läufern unterlaufen, die groben Schnitzer dagegen sind den Anfängerkategorien vorbehalten.

Offenbar ist in der vorliegenden Konstellation der St.Galler Nachwuchsläufer kein Einzelfall. So rapportiert eine zweite Läuferin, dass sie bei ihrer (natürlich korrekten) Passage des Gebiets gleich "mehrere Senioren" auf derselben Route (violett, Abb.1.) beobachten konnte.

Ich habe das früher schon angetönt, bei der Frage der Sperrgebiete gibt es auch in der Wettkampfordnung zwei Seiten. Der Läufer und der Organisator (siehe auch Auzug der Regeln). Wieder ist es so, dass letztlich der Läufer sein Verhalten selbst verantworten muss (hier nicht geschehen) und wiederum muss auch der Veranstalter sich einer gewissen Kritik stellen, da weder Bahnlegung noch weitere Massnahmen situationsgerecht angepasst wurden. Ich formuliere hier als Ausführung des WO Artikels 128.2 zwei Punkte.

  1. Bahnen sollen so angelegt sein, dass Sperrgebiete nicht tangiert werden und insbesondere eine Route durchs Sperrgebiet keinen Vorteil bringt. (Ausschluss der absichtlichen Sperrgebietsverletzung)
  2. Ist das nicht möglich oder ist das Gebiet besonders sensibel (vereinbarte Nulltoleranz), ist das Sperrgebiet mit verstärkten Massnahmen durchzusetzen (Markierung, personelle Präsenz). Dies gilt besonders in den Sektoren mit Einsteigerbahnen, wo vermehrt unabsichtliche Sperrgebietsverletzungen zu erwarten sind.
Dritter und letzter Kritikpunkt an den Veranstalter: Die Wettkampfordung ist bezüglich Sperrgebietsverletzungen klar. Ob extra oder nicht*, es gibt keinen Ermessensspielraum in Sperrgebietsfragen.

* Am diesjährigen O-Ringen: "I am sorry, I am from Belgium"

Nachtrag zum Kommentar von Anonym: Screenshots vom 9.Nationalen 2012 Wiggertal
D 18- wohl  ein klarer Veranstalterfehler, dass Laura Diener (7.) und Lisa Schubnell (8.) nicht disqualifiziert wurden.
H50- Sigi Burger und Josef Brügger sind dagegen wahrscheinlich neben der Strasse her gerannt.
... jedenfalls weisen ihre Routendarstellungen im Routegadget dahin.

Montag, 29. Oktober 2012

OL Nationalkader 2013


Abb.1.Schweizer Nationalkader 2013 anhand des Teamfoto 2005. Altmeister Marc Lauenstein tritt zurück, Seline Stalder gab ihr Comeback.

Abgänge: Marc Lauenstein (A), Phillip Sauter (B), Sven Aschwanden (J), Lukas Diener (J), François Borner (J), Sandro Vock (J), Caroline Cejka (B), Isabelle Feer (B), Brigitta Mathys (B), Katja Gygax (J), Anina Brunner (J), Thalia Bertschinger (J),
Abstiege: Martin Hubmann (U->B)
Aufstiege: Sara Lüscher (B->A), Alain Denzler (J->B), Sarina Jenzer (B->U)
Zugänge: Seline Stalder (B, Comeback), Joel Borner (J), Sebastian Gygax (J), Sven Hellmüller (J), Remo Ruch (J), Salome Schweizer (J), Sandrine Müller (J), Andrea Roggo (J), Lisa Schubnell (J)

Kuriosa: gleich zwei Geschwister (Borner, Gygax) geben sich die Klinke in die Hand.

Abb.2. 43% aller Mitglieder des JuniorInnen-Kaders werden für ein Elitekader selektioniert. Von den nicht selektionierten hat es seit 1999 keiner ins SeniorInnen-Kader geschaft (Brigitte Mühlemann war nie im Juniorinnen-Kader). Screenshot der Übersicht Schweizer Nationalkader 1999-2013 ->Link

Samstag, 20. Oktober 2012

Help me!

... to georeference Lars Palmqvists Map Collection!

Update: Jan Kocbach provides the project with special website, which makes it very easy to contribute check this out!

Lars Palmqvist
Lars Palmqvist is a passionate former-elite-orienteer from Stockholm. He startet orienteering in 1971, won a WOC Medal with the Swedish Team in 1985 (Bronce, Mens Relay with Michael Wehlin, Kjell Lauri and Jörgen Mårtensson) and is still going strong.

His Map Collection
The particular with Lars is, that he scanned merely ALL  the competition maps (2355; more than 50 p.a.) he ran since the beginning and published them in his digital orienteering maps archive (LP:s digital orienteering map archive). All? Not all. Some few he is missing and some few he is not sure when the competition was.


fig.1. Lars Palmqvist Map from the Stockholm Districts Championchips 1974 in Tyresö-Alby (->see map)

Lots of fine old maps
Now all these maps are also in the omaps.worldofo.com-directory, but as Lars only recently started to use a GPS-Watch, most of the maps are not georeferenced yet (this happens automatically, when combining Map and GPS in Quickroute). To make these elder maps available in terms of searchable and findable they should be located. That way they will be locally connected with the newer map versions.

I really like to run with old maps and I really like to localize maps with the few information they are provided with. I usually work with Google Earth to localize a map.

Crowdsourcing?
Okay. 2355 maps = Many many many maps... so I thought I would ask you for help. Yeah. Each number down here is linked to a collection of 10 maps out of Lars archive. Most maps are from Sweden where most from the Stockholm Area. It would be very nice you could take care for one or two sets! It takes about 15 minutes per set.

1) Choose one set from the linklist below.
2) Click to every single map of the set.
3) Georeference the center of the  map.
4) Of course you can work you through several sets
5) If you are done, leave a comment on which you have done, also comment on single maps you could not localize
6) You will be credited under the name you leave your comment

Here starts the detectives fun!

231, 230, 229, 228, 227, 226, 225, 224, 223, 222, 221, 220, 219, 218, 217, 216, 215, 214, 213, 212, 211, 210, 209, 208, 207, 206, 205, 204, 203, 202, 201, 200, 199, 198, 197, 196, 195, 194, 193, 192, 191, 190, 189, 188, 187, 186, 185, 184, 183, 182, 181, 180, 179, 178, 177, 176, 175, 174, 173, 172, 171, 170, 169, 168, 167, 166, 165, 164, 163, 162, 161, 160, 159, 158, 157, 156, 155, 154, 153, 152, 151, 150, 149, 148, 147, 146, 145, 144, 143, 142, 141, 140, 139, 138, 137, 136, 135, 134, 133, 132, 131, 130, 129, 128, 127, 126, 125, 124, 123, 122, 121, 120, 119, 118, 117, 116, 115, 114, 113, 112, 111, 110, 109, 108, 107, 106, 105, 104, 103, 102, 101, 100, 99, 98, 97, 96, 95, 94, 93, 92, 91, 90, 89, 88, 87, 86, 85, 84, 83, 82, 81, 80, 79, 78, 77, 76, 75, 74, 73, 72, 71, 70, 69, 68, 67, 66, 65, 64, 63, 62, 61, 60, 59, 58, 57, 56, 55, 54, 53, 52, 51, 50, 49, 48, 47, 46, 45, 44, 43, 42, 41, 40, 39, 38, 37, 36, 35, 34, 33, 32, 31, 30, 29, 28, 27, 26, 25, 24, 23, 22, 21, 20, 19, 18, 17, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1

Single Maps  
Credits
o-zeugs, oveS, TraktorE, Anonymus

Dienstag, 16. Oktober 2012

Früher aka vor 4 Jahren

Das Internet hat kein Gedächtnis
Bis Ende 2007 hatte der Elite OL in der Schweiz seine eigene Webseite solv.deimos.ch, bevor diese  auf anfang 2008 zusammen mit www.solv.ch und www.ol-fachschrift.ch in die neue Webseite www.swiss-orienteering.ch integriert wurde. Wie das gerne bei Umstellungen passiert, so wurde dabei der Inhalt der alten Elite Webseite  entgegen der anfänglichen Absicht nicht übernommen.

In Absprache mit Mese Meier von der Deimos AG habe ich die Artikel von solv.deimos.ch in Form eines Archives wieder ins Netz gestellt.
-> Link: Archiv SOLV Elite-News 2001-2007

Ein kleine Auswahl von Bildern hier:
Abb.1. Schweizer Delegation WOC 2001 Finnland. v.o.n.u. Nik Suter, Willi Müller, Christoph Negri, Toni Held, Irene Müller, Denis Steinmann, Thomas Bührer, Regula Hulliger, Brigitte Wolf, Sabrina Meister-Fesseler, Donatus Schnyder, Marie-Luce Romanens, Simone Luder, Käthi Widler, Vroni König-Salmi, Christoph Plattner, Matthias Gilgien, Urs Altdorfer, Matthias Niggli. Wer ist heute noch dabei?: Suter und Müller (IOF), Matthias Niggli, König-Salmi, Gilgien (Trainer), Simone Niggli (Athletin). (Zum Artikel)

 Abb.2. Junioren WM 2003 Põlva, Estland: Matthias Merz gewinnt Gold über die Kurzdistanz. Daniel Hubmann wird 5. (zum Artikel)

Abb.3. Junioren WM 2003 Põlva, Estland: Die Delegation: Noemy Cerny, Seline Stalder, Martina Fritschy, Moni Schmutz, Ines Brodmann, Yvonne Häfeli, Fabian Hertner, Daniel Hubmann, Andreas Rüdlinger, Matthias Merz, Michael Oswald, Hannes Friederich, Jeanine Lauenstein, Reto Pusterla, Veronique Renaud Humbel, Karin Wegmüller. (zum Artikel)

Abb.4 OL-WM 2003 Rapperswil, Schweiz: Schweizer Delegation: Willi Müller, Dr.Peter Züst, Vroni König-Salmi, Felix Bentz, David Schneider, Denis Steinmann, Christoph Negri, Sara Gemperle-Wegmüller, Käthi Widler, Simone Luder, Brigitte Wolf, Marc Lauenstein, Thomas Bührer, Sven Kropf, Matthias Gilgien, Matthias Niggli, Irene Müller, Ulu Äschlimann, Nik Suter (zum Artikel)

Abb.5 JWOC 2005 Ticino, Schweiz: Fabian Hertner Juniorenweltmeister über die Mitteldistanz (Zum Artikel)

 Abb.6. Marc Lauenstein, Silber über die Langdistanz WOC 2005, Aichi, Japan (Zum Artikel)

Abb.7. Schweiz 2 Matthias Müller, David Schneider, Benno Schuler gewinnt die Staffel am Weltcupfinal 2005 , Subiaco, Italien (Zum Artikel)

Abb.8. Martin Hubmann im Portrait anlässlich der JWOC 2006 in Druskininkai, Litauen. (Zum Artikel)

Abb.9. Olav Lundanes und Anders Skarholt, Silber und Gold über die Langdistanz JWOC 2006, Druskininkai, Litauen. (Zum Artikel)

Abb.10. JWOC 2006 Druskininkai, Litauen: Schweizer Delegation: Christine Fogtmann-Lüscher, Fabienne Stucki, Sebastian Hägler, Christoph Rathgeb, Rahel Engeler, Christian Mathys, Kurt Schmid, ?physio?, Martin Hubmann, Sven Moosberger, Simon Hodler, Sara Lüscher, Rahel Friederich, Sabine Hauswirth, Sara Würmli, Andreas Kyburz (Zum Artikel)

Abb.11. Simone Niggli, Gold über die Langdistanz, WOC 2006, Arhus, Dänemark (Zum Artikel)

Abb.12. JuniorInnenkader 2006: cool & clean: x, Veronica Mathys, x, Sara Würmli, Judith Wyder, x, x, x,x, David Rüdlinger, Sebastion Hägler, Jonas Mathys, Beat Hubmann, Simon Sauter, Jerome Käser, Rachel Engeler, Rahel Schneider, Sabine Hauswirth, Peter Schmied, Sven Moosberger, Andreas Kyburz, Jonas Merz, Kaspar Hägler, Simon Hodler, Thomas Hohl, x, Raffael Huber (Zum Artikel)

Abb. 13. Mit Dario Cologna in der Sportler-RS: David Rüdlinger, Beat Hubmann, Christian Rathgeb, Sebastian Hägler, Jonas Merz und Christian Mathys (Zum Artikel)

Abb.14. WOC 2008, Kiew, Ukraine: Matthias Merz, Weltmeister über die Langdistanz. (Zum Artikel)

Freitag, 12. Oktober 2012

Bye bye Lancy-Boy

Had Mr. Armstrong not refused to confront the evidence against him in a hearing, the
witnesses in the case of The United States Anti-Doping Agency v. Lance Armstrong would have testified under oath with a legal duty to testify truthfully or face potential civil and/or criminal consequences. Witness after witness would have been called to the stand and witness after witness would have confirmed the following: That Lance Armstrong used the banned drug EPO.
That Lance Armstrong used the banned drug Testosterone. That Lance Armstrong provided his teammates the banned drug EPO. That Lance Armstrong administered to a teammate the banned drug Testosterone. That Lance Armstrong enforced the doping program on his team by threatening a rider with termination if he did not dope in accordance with the plan drawn up by Dr. Michele Ferrari. That Lance Armstrong’s doping program was organized by Dr. Ferrari. That Lance Armstrong pushed his teammates to use Dr. Ferrari. That Lance Armstrong used banned blood transfusions to cheat. That Lance Armstrong would have his blood withdrawn and stored throughout the year and then receive banned blood transfusions in the team doctor’s hotel room on nights during the Tour de France. That Lance Armstrong surrounded himself with drug runners and doping doctors so that he could achieve his goal of winning the Tour de France year after year. That Lance Armstrong and his handlers engaged in a massive and long running scheme to use drugs, cover their tracks, intimidate witnesses, tarnish reputations, lie to hearing panels and the press and do whatever was necessary to conceal the truth.
 Reasoned Decision, USADA S.19

Dienstag, 2. Oktober 2012

175.-190. Runde Swiss Orienteering vs. Thomas Scholl

Abb.1. Symbolbild (Straubenhof-Mühle)

Nachdem das Obergericht Solothurn im Berufungsverfahren in Sachen Thomas Scholl vom Februar dieses Jahres Lücken in den Statuten von Swiss Orienteering festgestellt hat, sollen diese im Zuge einer Revision an der Delegiertenversammlung 2013 geschlossen werden. Die Art und Weise, wie der Verband dies zu tun gedenkt, gewährt einen Einblick in die Rolle, die der Verband als Betreiber dieser endlosen Geschichte spielt und sowie in die Motive desselben.

Der Artikel 21 der Statuen soll neu so lauten.
Artikel 21 Sanktionen
1 Wer als Mitglied des SOLV oder als Teilnehmer an von SOLV- Mitgliedern durchgeführten OL gegen die Interessen des SOLV oder gegen deren statutarische bzw. reglementarische Bestimmungen auf schwerwiegende Weise verstösst, kann mit folgenden Sanktionen belegt werden:
a) Verweis
b) Ausschluss von Verbandsdienstleistungen
c) Geldstrafe bis Fr.5'000.--
d) Verbandsausschluss.
2 Die Sanktionen können kumulativ ausgesprochen werden; zudem bleiben andere Sanktionen gemäss den Reglementen des SOLV vorbehalten.
3 Sanktionen beschliesst der ZV mit Zweidrittel-Mehr nach schriftlicher Anhörung des Betroffenen.
Gegen den Entscheid ist der Rekurs an die Rekurskommission gegeben.
4 Ein Verbandsausschluss muss durch die DV bestätigt werden.
Und der Kommentar des Verbandes dazu lautet
 Mit dieser Neuerung können Vereine/Organisationen/Ehrenmitglieder und Teilnehmer an SOLV-Wettkämpfen sanktioniert werden, wenn sie schwerwiegend gegen die Interessen des SOLV verstossen - z.B. durch neurotische Beschwerde-Wellen a la TS, durch Doping, durch Wettkampfbetrug, durch krasse Rufschädigung des Verbandes etc. . Ob ein Verbandsausschluss auch für Dritte, d.h. sog. „Sektionsmitglieder“ sinnvoll und möglich ist, ist rechtlich umstritten, hier aber doch als Ultima Ratio vorgesehen.
Andere „Fach-Sanktionen“ der Kommissionen (z.B. Wettkämpfe, Karten) sind zusätzlich zu den Verbandssanktionen möglich, da es dort um spezifische Massnahmen auf Teilgebieten (z.B. Laufverbot, Kartenaufnahmever-bot etc.) geht, während auf Verbandsebene das grundsätzliche Verhalten sanktioniert werden soll, damit der SOLV als Verband geschützt ist.
Das ZV-Quorum von 2/3 soll sicherstellen, dass Sanktionen nur in klaren Fällen verfügt werden.

Kommentar o-zeugs

  • Es soll keines Statuten- oder Regelverstosses bedürfen, um mit Sanktionen belegt zu werden. Die Definition von Interessen des SOLV unterliegt mangels objektiver Grundlage dem ZV.
  • Ebenso unterliegt die Beurteilung der Schwere mangels objektiver Grundlage dem ZV.
  • Es ist bis zu einem gewissen Grad unlogisch für einen schweren Verstoss ein Strafspekturm von Verweis bis Verbandsausschluss vorzusehen.  Ebenfalls unlogisch ist es die objektiv grösste Bestrafung, die Geldstrafe der DV vorzuenthalten.
  • Ohne reglemtarische Grundlagen ist auch eine Rekursinstanz nutzlos.
  • Im Kommentar des Verbandes gibt dieser unverholen zu, dass  der Term Interessen des SOLV  auf TS zugeschnitten ist.
  • [Kann eine Staturenänderung rückwirkend wirken?]
Damit dreht der Verband das Rad in eine neue Runde. Absichtlich wird eine neue 'Beschwerde-Welle a la TS' provoziert.


Abb.2. Zukunftszenario Swiss Orienteering vs. Thomas Scholl: Zwei weitere Jahre Rechtsstreit und Vernichtung von Verbandsmitteln.

 Gegenvorschlag

Sind das noch Interessen des SOLV?

Es wäre an der Zeit eine Bilanz zu ziehen. Es wäre an der Zeit eine Güterabwägung im Interesse des SOLV anzusetzen. Es wäre an der Zeit, den Kesseltreiber in den eigenen Reihen zurückzupfeiffen bzw. ihm das Dossier zu entziehen. Im Interesse des SOLV.

Ich schlage vor, die Thomas Scholl-spezifischen Passagen aus den Verbandsstatuten auszuklammern.
Artikel 21 Sanktionen
1 Wer als Mitglied des SOLV oder als Teilnehmer an von SOLV- Mitgliedern durchgeführten OL gegen die Interessen des SOLV oder gegen deren statutarische bzw. reglementarische Bestimmungen des SOLV auf schwerwiegende Weise verstösst, kann mit folgenden Sanktionen belegt werden:
a) Verweis
b) Ausschluss von Verbandsdienstleistungen
c) Geldstrafe bis Fr.5'000.--
d) b) Verbandsausschluss.
2 Die Sanktionen können kumulativ ausgesprochen werden; zudem Es bleiben andere Sanktionen gemäss den Reglementen des SOLV vorbehalten.
3 Sanktionen beschliesst der ZV mit Zweidrittel-Mehr nach schriftlicher Anhörung des Betroffenen.
Gegen den Entscheid ist der Rekurs an die Rekurskommission gegeben.
4 Ein Verbandsausschluss muss durch die DV bestätigt werden.
  • Die Vernehmlassung zum Statuten-Entwurf läuft bis am 26.Oktober 2012
  • Der definitive Antrag des Verbandes wir  an der Präsidentenkonferenz vorgestellt
  • Anträge z.H. der DV müssen bis zum 10.Dezember 2012 an die Geschäftsstelle gerichtet werden.

Dienstag, 18. September 2012

World Cup 2013 - 26 Minuten Siegerzeit im Durchschnitt

Man kann sich das vor Augen führen, wie so ein Weltcup eigentlich zusammengesetzt ist. Insgesamt besteht der World Cup 2013 aus 22 Rennen, die teilweise unabhängig, teilweise auch stark abhängig sind.

 Ich sage nichts, über die Qualität der Wettkämpfe, aber je länger ich diesen Kalender betrachte, desto mehr komme ich ins Grübeln. Was sind die Massstäbe, die hier angewandt wurden? Wieso werden die Sprintdisziplinen immer noch so favorisiert? Warum wird so angestrengt versucht, die Grundqualitäten des Orientierungslaufes (unabhängiges Navigieren in der Natur) zu hintertreiben? Eben, ich komme nicht weiter. Lassen wir es.

Übersicht Weltcup 2013

OOC, Neuseeland
06.1.: Mitteldistanz
07.1.: Sprint Qualifkation
08.1.: Sprint Final
13.1.: verkürzte Mitteldistanz
13.1.: Mitteldistanz Jagdstart (mit Bonussekunden vom Vormittag)

Nordic Orienteering Tour, Norwegen-Schweden-Finnland
01.6.: Sprint Qualifikation  und  Sprint Final
02.6.: verkürzte Mitteldistanz
04.6.: verlängerter Sprint, Knockout-Sprint Halbfinal, Knockout-Sprint Final
07.6.: Sprint Qualifikation & Sprint Final
08.6.: Verkürzte Langdistanz, Jagdstart basierend auf allen vorangehenden Rennen inkl. Bonussekunden.

Weltmeisterschaften Finnland
07.7.: Verkürzte Langdistanz Qualifikation
08.7.: Sprint Qualifikation & Sprint Final
09.7.: Langdistanz Final
11.7.: Mitteldistanz Qualifikation
12.7.: Mitteldistanz Final

Weltcupfinal Schweiz
05.10: Mitteldistanz
06.10.: Sprint

Zusammensetzung

Abb.1. Disziplinen-Zusammensetzung OL Weltcup 2013. Gestrichelt umrahmte Segmente stellen 'Zuerst im Ziel'-Formate dar.

  1. Sprint 9x
  2. Mitteldistanz 5x*
  3. Knockout Sprint 2x
  4. verkürzte Mitteldistanz 2x
  5. verkürzte Langdistanz 2x*
  6. verlängerter Sprint 1x
  7. Langdistanz 1x
*jeweils 1x Jagdstart

-> Durchschnittliche Siegerzeit: 26 Minuten  entspricht der verkürzten Mitteldistanz

Sonntag, 9. September 2012

OL der Zukunft (Bildessay)

Das ist ein Bildessay zur Zukunft des Orientierungslaufes bzw dem Knockout Sprint.
Crosscountry Skiing Sprint
BMX Race
Motorcycle Speedway
Summer Biathlon Supersprint
Boardercross
Skicross
Mountain Bike Four cross
Orienteering Knockout-Sprint
Short Track Speed Skating
Downhill skateboarding
Cross Country Elimination

Freitag, 7. September 2012

NORT 2012 - Peter Ö schlidert inneren Kampf für den Knockout-Sprint

Jag tycker att knockout-sprint är en bra tävlingsform där den bästa orienteraren för dagen vinner samtidigt som publiken (framför TV:n eller på plats) får uppleva en kompakt och fartfylld tävling. Man kan tycka vad man vill om sprintorientering men jag har aldrig varit på en långdistanstävling med 10 000-tals människor i publiken som endast är där för att titta på tävlingen och inte springer själva. På sprintdistansen händer detta återkommande. Så länge inte publiken bjuder till och visar sig på långdistanstävlingar kommer sprinterna vara de tävlingarna med den bästa inramningen. Jag tycker dock att det är lite väl många traditionella sprinttävlingar i världscupprogrammet. Knockoutsprinten är NORT-tävlingarnas absolut bästa disciplin som uppfyller tourens målsättning att göra tävlingarna mer mediala. En traditionell sprinttävling med 30-45 minuters startdjup är inte alls självklart en bättre tävling i medialt syfte en en intensiv medeldistans med kompakt startdjup eller en långdistans med masstart.
Peter Öberg
Zusammenfassung: Knock-Out-Sprint mit regelmässig 300 Zuschauern ist eine gute, nein die beste mediale OL-Form, weil der traditionelle Sprint, welcher nicht unbedingt besser ist als ein intensiver Mittel oder eine Langdistanz mit Massenstart, auch ohne Zuschauer-Event immer wieder über 10000 (!) Zuschauer anzieht und damit halt den besten Rahmen hat. Wir haben etwas viele traditionelle Sprints im Weltcup.

Donnerstag, 6. September 2012

NORT 2012 - sprintlastig, teuer, defizitär, unfair, wenig Zuschauer

Es gibt dieses Jahr viel offene Kritik am Weltcup Programm und an der Nordic Orienteering Tour. Hier eine illustrierte Auswahl.

Abb.1. Anteile der Disziplinen am Gesamtweltcup 2012.
Rickard Ekman: Vad tycker du då Anders om att sex av tretton tävlingär i världscupen avgörs som sprint?
Anders Gäderud: Jag tycker att orienteringen ska tillbacks mycket mer till skogen, är min bestämde uppfattningen. Det här är en bra att profilera orienteringen att komma närmare publiken, men det far inte tur överdriftigt, vad vi är på väg att göra faktiskt.
SVT Live
My tactic was to be offensiv in the beginning and since the organisers "choose" to show the womens semifinal course on the big screen during the end of the qualification race, I (and everyone else I guess) knew almost every single control and routechoice before the start. What a mistake from the organizers...!
Tue Lassen
Abb.2. Tue Lassen am Boden.
I know I wasn't the only one having problems with the slippery surface and I don't like it when the safety of the runners are at risk just to have the perfect spot for a arena. And its not fair competition, when the conditions are that extreme, so the runners in front, fall over, and the secondary runners benefit from it...
Tue Lassen
Irgendwie konnte ich mich schon im voraus nicht richtig mit dieser Wettkampf-Form anfreunden. 8 Läuferinnen zusammen auf der gleichen Bahn ist nicht unbedingt das, was mich am OL fasziniert...
Simone Niggli
Abb.3. Die Zuschauer des Knock-Out-Sprints auf einen Blick.
But the grandeur of Holmenkollen ski arena actually served to make orienteering look like a sport that noone was interested in watching: EMPTY GRANDSTAND. So maybe a small field near some super-cool terrain could have been used instead?? I saw one dude watching the race who didn't look like an orienteer. A curious tourist. He took one photo, glanced around and then left
Helen Palmer
Abb.4. Teilnehmerkontingente am sog. Weltcup nach Nation. Big 5 (SUI, SWE, NOR, FIN, DEN) zusammengenommen
Jeg vet ikke helt hva jeg synes om Nordic Tour, et mesterskap for nasjonene med god økonomi i orientering. Ser en på påmelding er det bare 15 Nasjoner som stiller. Av disse 15 nasjoner er det 60 herrer. Av disse 60 herrer er det 18 herrer som ikke er skandinavisk (SWE, NOR, DAN, FIN).
Torben Wendler
I am not participating in the NORT, nobody from the Czech team is. We find it not worth the money.
Eva Jurenikova
Die deutschen Auswahlläufer verzichten aus finanziellen und zeitlichen Gründen auf einen Start bei der Nordic Orienteering Tour.
orientierungslauf.de
I en telefonsamtale OPN.no har hatt med generalsekretær Bjørnar Valstad er han åpen, ærlig og tydelig på at Nordic Tour ikke er noen god geskjeft i økonomisk forstand. OPN.no får vite at Norges Orienteringsforbunds andel av Nordic Tour sitt underskudd vil beløpe seg til omtrent 250.000,- kroner, bare i år.
OPN.no

Dienstag, 4. September 2012

Zeichnen mit OCAD 10

Als Zusatz zum Artikel zum Zeichnen einer Sprintkarte veröffentliche ich hier noch mein Merkblatt 'Zeichnen mit OCAD 10'. Ergänzungsvorschläge/Änderungsvorschläge sind willkommen.

o-zeugs over and out (late wc china finding)

Yes. Let the o-zeugs blog rest in peace. I´ll take it down eventually. And yes, I stumbled over the decisions of the Ethics Panel regarding ...